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Mittwoch, 26. September 2012

Ich weiß nicht, ich kann euch kaum beschreiben wie ich mich fühle, ich kann das Chaos in meinem Kopf nicht in Ordnung bringen, aber es macht mich fertig. Ich würde mir am liebsten so oft selbst weh tun, egal mit was, egal wie - der Drang wird immer stärker und irgendwie ist das Schneiden keine Befreiung mehr für mich. Wenn ich in den Spiegel schaue sind die Gefühle die hoch kommen nicht mehr zu erklären, es sind zu viele. Wisst ihr ich versuche schon den ganzen Tag krampfhaft Gründe dafür zu finden weshalb ich in der Klinik essen konnte, warum ich mich in der Klinik größtenteils akzeptieren konnte. Bevor ich in die Klinik kam hat mich die Krankheit beherrscht, ich hatte sie nicht unter Kontrolle, sie hat mir verboten zu essen, die Stimme hat mich geführt, sie hat gesagt ich darf nicht gegen sie ankämpfen. Als ich in die Klinik kam, war es so, als würde mir endlich das ganze aus der Hand genommen werden, ich fühlte mich befreit, jetzt hat das Krankenhaus die Macht über die Krankheit und nicht mehr die Krankheit über mich. Ich wusste, jetzt darf ich wieder essen, jetzt darf ich gesund werden. Doch ich konnte nicht ewig im Schutz der Klinik weilen und ich konnte nicht ewig befreit essen - mir war das alles so klar. Wisst ihr, ich kann nicht mehr und der Wunsch dem ganzen ein Ende zu setzen, wird jeden Tag größer.
you go home  
and you cry 
and you want to die.

Dienstag, 25. September 2012

"Glücklich sein ich kann es nicht, wenn von Tag zu Tag nur das Datum anders ist, und der ganze Rest bleibt gleich. [...] und wie schlecht muss ich bitte sein? hää?, denn ich bin doch immernoch hier, trotz all den Tabletten der vergangenen jahre gemischt mit Bier, Schnaps und Wein."



So ich war mal wieder bei'm Arzt, durch die Vollbremsung am Sonntag auf dem Übungsplatz war ich erneut ziemlich heftig ausgerenkt, das 2. mal innerhalb eines Monats - fail.
Der Selbsthass steigt und steigt und steigt, mein Spiegelbild widert mich sowas von an. Ich weiß das ich abgenommen haben, mittlerweile schon 7 kg seit dem 1. August, aber ich seh es nicht. Das einzige was ich spüre und sehe ist, dass meine Muskeln wieder verschwinden und mein Gesicht schmäler wird. Bald, bald habe ich wieder eine 4 vorne und keine 5 mehr, aber ist das richtig? Ist das der richtige Weg? Es fühlt sich so falsch an und doch halte ich daran fest. Ich verletze mich wieder selbst, nicht an den Armen, es soll ja niemand sehen aber mir kommt das alles so bekannt vor, September/Oktober 2011 - das gleiche Spiel, SV an den Beinen damit es niemand merkt aber irgendwann war es mir egal und ich schnitt auch an den Armen. Ich habe Angst das es diesmal wieder so abläuft. Ja dieses Jahr ist alles anders, ich werde 18, somit wird es noch schwerer für meine Eltern eine Zwangseinweisung durch zu kriegen, aber letztes Jahr hat mir die Einweisung vermutlich das Leben gerettet und was ist diesmal, ich will nächstes Jahr sovieles machen, ich will Auto fahren, in Urlaub fahren, Rock am Ring, Oktoberfest etc. und ich habe Angst, denn wer weiß, vielleicht bin ich nächstes Jahr tot

Sonntag, 23. September 2012

J.S ♥ Sie fehlt mir so sehr -.-

Ich rieche an 'ihrem' Parfüm während ich krampfhaft versuche die tränen zurückzuhalten. Sie war von Anfang an meine absolute Lieblingsbetreuerin, sie wusste ALLES von mir, nur ihr konnte ich mich anvertrauen. Sie war mein Vorbild. Ja sie war sehr dünn und vielleicht deshalb nicht das beste Vorbild einer Magersüchtigen aber das spielte keine Rolle. 7 Monate lang war sie sozusagen meine "Mama" dort. Viele fanden sie nicht sehr toll, etwas arrogant, aber für mich war sie die beste. Es tat so gut mit ihr zu sprechen. Sie hatte nur eine 1/2 Stelle was bedeutet das sie sehr selten da war, was natürlich immer sehr hart war wenn sie sich dann mal wieder für 2 Wochen 'verabschiedete'. Als es auf das Ende meiner Therapie zuging, hatte auch sie sich verändert. Sie hatte keine Zeit mehr für mich, wenn sie sagte, dass wir dann und dann reden können, klappte es nie aus "Zeitmangel". Es tat so weh, es tat jedes Mal so weh. Wie ich später herausfand kamen die Veränderungen der Betreuer gegenüber mir von der leitenden Psychologin die mich schon von der 1. Sekunde an gehasst hatte. Eine ehemalige Patientin hat eine Betreuerin kurz nach meinem Rauswurf gefragt warum sie alle so scheiße zu mir waren, da antwortete die Betreuerin: "Laura gehörte zu denen, die ich am meisten mochte, aber wenn man die Anweisung von oben (ltd. Psychologin) bekommt, sollte man sich dran halten". So wird es wohl auch bei Julia gewesen sein, denn die ltd. Psychologin wusste ganz genau wie viel sie mir bedeutet. Ich habe sie das letzte Mal vor meinem Rauswurf (01.08) am 30.07 gesehen und auch an diesem Tag hatte sie mich versetzt gehabt. Ich saß gerade draußen als sie auf dem Weg zu ihrem Auto war. Sie kam her, sagte: „Es tut mir leid, dass es heute nicht geklappt hat Laura“. Ich war so sauer und enttäuscht, sagte "ja klar, wie die anderen male auch wo es dir leid tat, aber okay Julia" stand auf und ging. Das waren die letzten Worte die ich mit ihr gesprochen habe, seitdem habe ich sie nie wieder gehört oder gesehen. Ich wollte ihr noch so vieles sagen, ich wollte danke sagen, danke, dass sie mir durch die Klinikzeit geholfen hat.
 Sie fehlt mir..

Samstag, 22. September 2012


sometimes i wish i could fly away






Nachdem ich gesten zu I. gefahren bin hatte ich vorher Opipramol Tabletten mit eingepackt um schlafen zu können. Im zug kam mir mal wieder diese behinderte Idee sie mit Alkohol zu mischen. Ich erzählte Isi davon und ja wie soll's anders sein, sie wollte natürlich auch eine nehmen. Gut wir schmissen also jeweils 1 ein und warteten auf einen Freund von ihr. Er schreib das er später kommt und da wir noch nichts merkten von der Tablette kam noch eine halbe dazu. Als der Freund nach ca. einer halben Stunde eintraf war I. komplett weggeschossen, ich jedoch merkte null, aber was wundere ich mich bei dem Tablettenkonsum, dem ich meinem körper jeden Tag antue. Ich schmiss noch eine halbe dazu und stellte fest das es einfach nur hoffnungslos ist, denn nach einer weiteren halben stunde stellte ich immer noch keine Wirkung fest. Als wir ca. halb 1 schlafen gingen, schlief ich auch sofort ein. Irgendwann nach 2 Stunden versuchte mich I. vergeblich aufzuwecken. Sie erzählte mir das ich komplett weg war, der Freund von Isabel versuchte einen Puls bei mir zu spüren, auch vergeblich, ja sie haben es am Handgelenk probiert, doch dort findet man selten die Stelle. Sie bekamen Angst und schüttelten mich, als ich endlich aufwachte, war ich wie weggetreten, die wirkung hatte wohl verspätet eingesetzt und war durch das schlafen verstärkt worden. Ich stand auf um aufs Klo zu gehen, verlor das Gleichgewicht und fiel auf I's. Küchenzeile, versuchte mich festzuhalten und riss dabei sämtliche Handy's, Zigaretten und offene Flaschen runter. Da lag ich dann auf dem Boden und in einer Fanta/Cola Pfütze. Isabels Freund half mir auf und Isabel wischte den Boden sauber. Sie brachte mich auf's Klo und als ich zurück kam fing ich an krampfhaft zu Zittern, meine Hände wurden bläulich und mein Gesicht wurde ganz blass. 1 Stunde ging dieses gezittere und ich dachte wirklich jetzt ist alles vorbei, jetzt habe ich übertrieben und verrecke an einer Überdosierung. Ich hatte Angst einzuschlafen, weil ich Angst hatte nicht mehr aufzuwachen.

Freitag, 21. September 2012

To-Do Liste 2012/13


siehe Seiten..

           

Donnerstag, 20. September 2012

Geh ich aus der Tür der Fahrschule raus, steht da mein Hausarzt. Solangsam macht's mir Angst! :D

Ich fühle mich so leer und der Druck mich selbst zu verletzen steigt gerade abnormal an... ich hoffe der Abend geht gut aus! Morgen habe ich meinen "ersten" Schultag und ich bin ehrlich, ich hab schon extrem Angst. Nicht direkt vor der Klasse, laut Anna sind die ja ganz nett, eher vor den anderen Leuten, denn die meisten kenne ich noch von der Realschule & die wollte ich eigentlich nie wieder sehen -.- Drückt mir dir Daumen für morgen!
Kennt jemand von euch Daniela Katzenberger? Sie wohnt ja hier in Ludwigshafen und es ist einfach so seltsam wenn ihre Sendung auf VOX kommt und ich im Fernsehen meine Stadt sehe. Da ich es am Dienstag verpasst habe, schau ich's mir grad auf VOX Now an. Viele finden sie ja komplett bescheuert aber ich liebe diese Frau, sie hat einfach soviel Humor, sie verstellt sich nicht sondern ist einfach so wie sie ist und sie spricht den selben Dialekt wie ich xD Am genialsten find ich ja, dass sie den Führerschein in der selben Fahrschule gemacht hat wo ich momentan bin, aber Auto fahren kann sie dennoch nicht! Ich weiß nicht wieso ich jetzt darüber gebloggt habe, aber mich würden eure Meinungen zu ihr interessieren!

Mittwoch, 19. September 2012

hey meine lieben Leser,

ich hab ne seeeeehr gute Nachricht. Ich wurde jetzt nach langem hin und her endlich auf der Berufsbildende Schule genommen und am Freitag ist mein erster Schultag! Endlich ein Erfolgserlebnis. Ich werde zu meiner Anna in die Klasse kommen, worüber ich so uuuuuunendlich froh bin! Auf ein erfolgreiches Schuljahr, cheers! ;-)

Morgen muss ich erneut zur Testung in Mannheim und Abends hab ich Theorieunterricht, danach holt mich I. ab und wir gehen wieder (wie fast jeden Tag) in den Megges hier bei uns chillen. Wie gesagt I. und ich gehen oft in den Megges, wie auch heute. Wir haben draußen so wie drinnen unseren Stammplatz. Auch wenn ich dort nichts esse, ist es dennoch einfach nur gechillt. Gut Wir saßen da dann heute, 3 Reihen neben uns 2 Jugendliche die einfach nur die ganze zeit irgendwelche scheiße zu uns geschrien haben. Ich saß so das ich direkt auf den Parkplatz schauen konnte, als plötzlich ein Mann raus kommt, in sein Auto steigt, mir vorher zuwinkt und freundlich "Hallooooo" rief. Da ich von den Jungs so abgefuckt war, wollte ich schon "Leck mich" zu der unbekannten Person schreien, als ich erkannte WER es war, nämlich mein Hausarzt! :D jajaja da trifft man sich wieder. Okey vermutlich alles uninteressant für euch, who cares.

Gn8 ♥

PS: vergesst nicht zu fragen -> http://ask.fm/shefightsloveslives

Sonntag, 16. September 2012


So, nicht wundern bitte. Liebe Anna, entweder spinnt deine Kommentarfunktion, oder mein Handy, deshalb schreib ich jetzt hier mein Kommentar hin :D

Anna, du bist so unglaublich wundervoll und wie Marlene bin auch ich so unglaublich stolz auf dich, bleib jetzt wirklich auf keinen fall stehen, du darfst hinfallen, aber du musst immer wieder aufstehen. Du hast es mehr als verdient glücklich zu sein, ohne schneiden, gestörtes essverhalten, Depressionen und die ganze andere scheiße. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder auf deiner neuen schule, du merkst ich folge dir und bis jetzt hab ich es auch noch nicht bereut! Pass auf dich auf, ich liebe dich! <3
ich bin jetzt auch mal'n bisschen mainstream also fraaaaaagt

http://ask.fm/shefightsloveslives

Freitag, 14. September 2012



Es gibt Unmengen an Gefühlen und die meisten davon sind sehr schlimm, doch wisst ihr welche ich am schlimmsten finde? Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Nachdem ich das Praktikum ja abgebrochen habe, kam eine Nachricht von Anna, ob ich nicht auf ihre Schule kommen will. Natürlich wollte ich am Anfang nicht aber mit intensivem nachdenken habe ich mir gedacht, dass es eine Chance wäre meinen Realschulabschluss nachzumachen. Gut, ich bin dann also heute extra um 6 Uhr aufgestanden um mit Anna zu ihrer Schule zu gehen. Diese Sekretärin war meiner Meinung nach mehr als unhöflich, aber ok. Sie meinte ich würde mich strafbar machen, da ich noch schulpflichtig bin, was aber halt mal überhaupt nicht stimmt. In Deutschland muss man 9 Jahre in die Schule gehen und einen Hauptschulabschluss haben, danach ist man ein "freier Mensch". Und ich habe beides von den oben genannten Dingen erreicht, was also will diese Sekretärin mit ihrer behinderten Schulpflicht??? 2. Punkt: Sie meint, dass sie keine aus dem Kreis Ludwigshafen nehmen, Achso? Und wieso sind dann ganz viele die ich sogar kenne aus Ludwigshafen auf der Schule? Ja die haben sich früher angemeldet, aber verdammt noch mal ich war vielleicht 7 Monate in einer Klinik? Aber es interessiert ja niemanden, psychisch Kranke werden als nutzlose Menschen abgestempelt, die eine Chance gar nicht verdient haben. Fuck damn, ich bin am Ende. Hier Zuhause ist jeder gottverdammter Tag eine einzige Qual, ich kann mir pausenlos anhören was für eine Versagerin ich doch bin die nichts auf die Reihe bekommt und nur dahin vegetiert. Ich denke wirklich darüber nach zu warten bis ich 18 bin und mich dann in einen erneuten stationären Klinikaufenthalt zu begeben, aber diesmal auf einer Erwachsenen Psychiatrie. Ich kann das alles nicht mehr, meine Kräfte sind am Ende.

Mittwoch, 12. September 2012

"help, i have done it, again, hurt myself again today."

Unmengen an Gefühlen, 100 Stimmen dagegen, 101 Stimmen dafür, eine Klinge, 4 Schnitte.

und ich dachte wirklich ich hab es geschafft, gelernt damit umzugehen, ich lag so falsch. In der Klinik ging es mir gut, ich war sicher, wie in einem goldenen Käfig, doch hier zuhause, hier spielt sich das echte Leben ab, die knallharte Realität. Das Praktikum ist nun beendet, ich konnte nicht mehr, mit meinen Eltern gab es deshalb ein riesen Streit, ich saß auf dem Boden und weinte so bitterlich, ich wusste mir nicht anders zu helfen, diese Verwirrtheit, dieses Gefühl, dass alles nicht mehr auszuhalten, es musste raus - es tut mir Leid, ich habe versagt, auf ganzer Linie.

Dienstag, 11. September 2012

Ich stehe in einem Patientenzimmer, bekomme kaum Luft und kämpfe mit den Tränen, frage ob ich 5 Minuten runter darf, gehe an die Luft, zünde mir eine Zigarette an und atme tief ein. Ich werde das hospitieren abbrechen, ich kann es nicht, es tut mir leid.

Montag, 10. September 2012

"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance."

Ich bin weder Furchtsam noch Mutig - ich bin schwach, denn für mich steht fest, dass ich niemals eine Zukunft haben werde. Ich hatte heute meinen ersten Probearbeitstag und es war grauenvoll. Ich fühlte mich so nutzlos, so wertlos, so fehl am platz. Ich habe gemerkt, selbst wenn ich esse, habe ich keine kraft 9 stunden zu stehen, ich habe Panik bekommen, egal was ich getan habe, mir wurde heiß/kalt zugleich, mir wurde schlecht und schwindelig. Ich will dieses scheiß FSJ nicht machen, aber es versteht niemand. Ich kann mit niemandem darüber sprechen, weder mit meiner Familie noch mit meinen Freunden, denn überall ist die Reaktion gleich - Genervtheit und Vorwürfe ich will mich doch nur drücken und mich hinter meinen Krankheiten verstecken, ja verdammt aber auch nur weil ich einfach noch nicht gesund bin, ich habe diese Kraft nicht das durchzuhalten. Ich kann nicht mehr, am liebsten würde ich morgen einfach nicht zum arbeiten erscheinen. Und bitte erspart euch jetzt solche Kommentare wie "zieh es durch, du packst das" blabla nein verdammt es ist mein Leben, meine Sache, mein Körper, meine Gefühle und mein Körper ist zu schwach und die Gefühle zu stark...

Sonntag, 9. September 2012

Nachdem die Pflegedirektorin aus einer Stadtklinik in meiner Umgebung angerufen und mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, habe ich nun morgen meinen ersten Hospitations Tag. Ich habe große Angst zu versagen und alles falsch zu machen, aber ich muss es tun, meinen Eltern und meinen Freunden zuliebe. Wenn mein Hausarzt erfährt das ich ihn "hintergangen" habe, da er mir ja nicht das ok für ein anderes Krankenhaus gegeben hat, wird er nicht sehr begeistert sein. Leider weiß er aber auch nicht was für ein Druck meine Eltern und mein Umfeld mir machen, ich habe keine andere Wahl, so werde ich es ihm auch sagen. Mir geht es momentan sehr schlecht, es vergeht kein Tag an dem ich nicht weinend am Boden sitze. Nunja, meine Schlaftablette fängt an zu wirken und morgen früh ist die Nacht schon um 05:50 uhr vorbei. Macht's gut ;*

Freitag, 7. September 2012

"Story of a girl who lost her world, so she could be beautiful. This would be her only out for every time she’s broken down and hates herself. For everything that’s wrong in life, looks in the mirror to criticize. She’d rather be beautiful than alive."



Mittwoch, 5. September 2012

Ich hatte heute meine Nachtfahrstunde und es lief wie immer super, nächste Woche habe ich meine letzte Übungsstunde danach geht es zu den Praktischen Prüfungsvorbereitungen. Ich bin momentan fleißig am lernen da mir die Theorieprüfung auch noch bevor steht! Normalerweise ist es so das ich während dem Fahren mit meinem Fahrlehrer wenig rede, einfach weil ich kein Thema weiß, heute war es anders. Nachdem ich meine Vorgängerin Zuhause abgesetzt habe fragte er sofort wie es denn momentan so zuhause ist und wie es mir geht. Er weiß größtenteils von mir Bescheid, von dem Klinikaufenthalt und von den Krankheiten. Ich weiß nicht warum ich es ihm erzählt habe, das ist normalerweise nicht typisch für mich, aber als er danach gefragt hat war es als würde jemand eine Flasche öffnen die kurz vor'm platzen war. Ich erzählte ihm das ich wieder in meine alte Muster falle was das Essen anbelangt. Er wollte mehr wissen, ob ich wenig esse oder gar nichts, wie ich mich dabei fühle und ob ich mir das Essen mit Absicht verbiete oder einfach nur keinen Hunger habe. Er war interessiert, er verurteilte mich nicht wie viele momentan in meinem Umfeld, ich musste mich nicht für meine Aussagen rechtfertigen, vielleicht genau aus diesem Grund konnte ich mich ihm öffnen. Er sagte mir ganz direkt, dass wenn ich jetzt noch mehr abnehme, nicht mehr schön aussehe. Er hat Recht, das weiß ich doch auch wenn ich vom Gewicht her nicht so tief drin stecke, im Kopf habe ich den Kampf schon wieder verloren. Er meint das ich das alles, was in mir drin steckt, sehr gut verstecken kann, denn wenn er die Dinge von mir nicht wüsste, würde man es nicht merken, da ich sehr selbstbewusst rüber komme und so wie ich mich gebe, man glaubt, dass in mir drin alles intakt und friedlich ist. Er weiß das es so nicht ist, das habe ich ihm nicht sagen müssen, doch es tut weh so was zu hören, denn ich dachte wirklich das ich mittlerweile mit dieser quälenden Schauspielerei aufgehört habe, aber anscheinend ist das so einprogrammiert in meinem Kopf das es schon ganz automatisch passiert. Er ging auf meine Vergangenheit ein, er wiederholte immer wieder, das ich aufhören muss, mir für die Dinge die passiert sind, die Schuld zu geben. Eltern müssen Gewaltfrei erziehen und sich fragen ob der Fehler nicht bei ihnen selbst lag/liegt, wenn das Kind auf die falsche Bahn gerät oder nicht so ist wie man es sich wünscht und er hat recht, er hat einfach nur recht. Auch auf die Sache die in der Schule passiert ist ging er drauf ein. Er wollte wissen ob ich denn Berührungen zu lassen kann, wie in den Arm genommen zu werden oder ob das nicht geht. Ich sagte dass das kein Problem für mich sei, solang es nicht weiter geht, da ich damit noch nicht klar komme. Ganz zu letzt und ich glaube das hat ihn seeeeehr viel Überwindung gekostet wollte er wissen wie man darauf kommt sich mit einer Rasierklinge selbst zu verletzen... Er meinte ich müsse darauf nicht antworten aber wieso sollte ich ihm das nicht erzählen, er hat mir 2 Stunden aufrichtig und interessiert zugehört ohne mich zu kritisieren, ohne mir irgendwelche Vorwürfe zu machen, wieso also, sollte ich ihm das verheimlichen? also meinte ich das man dazu eine menge Selbsthass braucht. Ich beschrieb es ungefähr so: "bei mir hat sich vieles innendrin angestaut und das musste raus, irgendwie, aber es musste raus, diese ganzen Gefühle und Gedanken musste ich irgendwie abbauen, damit klar kommen. Ich wusste das es viele tun also hab ich es selbst ausprobiert, am Anfang ganz zart und nur oberflächlich, aber es tat gut. Irgendwann verliert man aber die Kontrolle, es wird immer tiefer und irgendwann ist man süchtig nach den Schmerzen weil sie von dem Inneren Chaos ablenken." Er wollte wissen ob es nicht sau mäßig blutet und ja, ich hab gesagt: "ja das tut es, aber das ist einem egal, ich habe sogar einmal so tief geschnitten das ich genäht werden musste, aber es ist einem schlicht und ergreifend egal." Vor lauter erzählen habe ich garnicht gemerkt das ich schon längst in meine Straße eingebogen bin. Als ich das Auto ausgeschaltet und Parkfertig gemacht habe, hat er mir noch einen schönen Abend gewünscht und gesagt das er mich so mag wie ich bin, ich antwortete mit "danke, danke für's zuhören und dir auch einen schönen Abend."

also warum ich das euch erzähle? Weil reden manchmal Wunder bewirkt, es hat so gut getan und ich habe mir endlich diesen ganzen Dreck von der Seele reden können. Auch wenn man jemanden kennt, von dem man niemals glaubt das er einem zuhört, so versucht es trotzdem, hört auf euer Bauchgefühl. Ich habe auf mein Gefühl gehört und gespürt das ich ihm vertrauen kann und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war unglaublich befreiend. Wenn man nicht bereit ist Dinge zu riskieren, so wird man auch nicht gewinnen!

passt auf euch auf ;*

Sonntag, 2. September 2012




“She stares at the food on her plate, at the toast and the butter, her father, her mother, she pushes away. There's nothing inside her, she's weak and she's tired of feeling like this. And even though nobody's looking, she's falling apart.”

Samstag, 1. September 2012

"Sie wurde nicht Magersüchtig geboren, aber jetzt leidet sie.
Starrt auf die halbnackten Stars der Magazin-Covers, fühlt Druck von der Öffentlichkeit. Innerlich stirbt sie, lügt sich an, denkt; 5 Pfund weniger werden meine Gesundheit nicht gefährden. Eines Tages könnte sie einfach zusammenbrechen, sie kann es nicht vermeiden. Betet zu einem Gott, von dem sie nicht glaubt, dass er es stoppen könnte. Hasst leben, hasst dich, hasst es wie sie nackt aussieht. Jetzt fühlt sie sich benommen, lausig. Denkt, dass die Welt ohne sie vielleicht besser dran ist. Es tut mir leid was ich getan habe, es tut mir leid wie ich geworden bin. Es tut mir leid, so leid, deine Zeit zu verschwenden."

Dead Celebrity Status - Someone i once knew / Übersetzung.