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Montag, 10. September 2012

"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance."

Ich bin weder Furchtsam noch Mutig - ich bin schwach, denn für mich steht fest, dass ich niemals eine Zukunft haben werde. Ich hatte heute meinen ersten Probearbeitstag und es war grauenvoll. Ich fühlte mich so nutzlos, so wertlos, so fehl am platz. Ich habe gemerkt, selbst wenn ich esse, habe ich keine kraft 9 stunden zu stehen, ich habe Panik bekommen, egal was ich getan habe, mir wurde heiß/kalt zugleich, mir wurde schlecht und schwindelig. Ich will dieses scheiß FSJ nicht machen, aber es versteht niemand. Ich kann mit niemandem darüber sprechen, weder mit meiner Familie noch mit meinen Freunden, denn überall ist die Reaktion gleich - Genervtheit und Vorwürfe ich will mich doch nur drücken und mich hinter meinen Krankheiten verstecken, ja verdammt aber auch nur weil ich einfach noch nicht gesund bin, ich habe diese Kraft nicht das durchzuhalten. Ich kann nicht mehr, am liebsten würde ich morgen einfach nicht zum arbeiten erscheinen. Und bitte erspart euch jetzt solche Kommentare wie "zieh es durch, du packst das" blabla nein verdammt es ist mein Leben, meine Sache, mein Körper, meine Gefühle und mein Körper ist zu schwach und die Gefühle zu stark...

5 Kommentare:

  1. Es geht mir schonwieder so ähnlich.

    Am ersten Schultag hab ich es schon vor schrecklichen Gedanken und Kraftlosigkeit kaum noch ausgehalten.
    Nur es bleibt einem nichts anderes übrig, was das ganze noch hoffnungsloser macht, finde ich.
    Man hat die Kraft nicht, und man WEIß es, aber eben nur man selbst. Alle anderen finden es schwach. Sie kommen dann mit Argumenten wie: Ich habe es doch auch geschafft, und tausend andere auch!
    Und man selber möchte nur entgegnen, dass es belanglos ist, weil man nicht wie die anderen ist. Man ist anders, nichtnur krank. Aber das nunmal am meistens, und die Krankheit raubt einem mehr Kraft, als sich das jemals jemand vorstellen könnte, der gesund ist.
    Und das alles macht es hoffnungsloser..

    Aber damit das ganze nicht zu negativ klingt, wünsch ich dir trotzdem ganz viel Kraft und Verständnis von deiner Familie und vorallem von deinen Freunden. Auf das du endlich irgendwann da raus kommst, und gesund wirst. Das hat oberste Priorität. Vor allem. Vor deinem FSJ. Und vor einer Ausbildung oder was immer später kommt. Denn nur mit Gesundheit kann es für uns alle eine Zukunft geben! Egal wie kräftezehrend es ist. Es gibt nur diese Möglichkeit! :(

    XOXO, Joi

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  2. Ich finde das echt blöd von deinen Eltern, das sie sagen, das du dich nur vor der Arbeit drücken willst.
    Die wissen doch gar nicht, wie man sich fühlt!

    Ich war auch in der Klinik und bin jetzt seit dem 07.08.12 wieder draußen, und es ist immer noch sehr schwer.. Man ist einfach so schwach.

    Bei mir ist es so, das ich nach dem Essen sehr müde und kaputt bin, das macht einen nicht nur körperlich immer kaputt.

    Ich kann deine Gedankengänge echt gut nachvollziehen!
    Vielleicht hilft es ja, wenn du mit deinen Eltern nochmal redest, ich weiß auch nicht genau.

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  3. Danke ihr zwei, dass ihr Verständnis zeigt! Es gibt mir sehr viel kraft und das Gefühl nicht alleine da zustehen! @Luna: es sind nicht nur meine Eltern, es ist mein gesamtes Umfeld -.-

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    1. Das ist echt blöd. Die verstehen einen einfach nicht, wie das ist, wenn sie es nicht erlebt haben!

      lg ♥

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  4. Wenn du dich noch nicht bereit dafür fühlst, dann lass es. Die Gefahr, dass du wegen dem Druck, den du dann selbst auf dich ausübst, wieder komplett zusammenbrichst, ist zu groß.

    Konzentrier dich wirklich erstmal auf dich und wenn du sagst "Ja, ich kann und mach das jetzt!", dann ist der Zeitpunkt da, um ein FSJ oder sonstiges zu machen.

    Ich steh momentan vor dem gleichen Problem. Alle wollen, dass ich irgendwas mache und ich will es ja einerseits auch, aber mir fehlt einfach die psychische Kraft.

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