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Laura


Ich heiße Laura, bin 18 Jahre alt und am 13. Dezember 1994 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Nach außen war mein Leben nahezu perfekt - Einzelkind, intelligent, großes Haus, viel Geld, Mutter und Vater glücklich verheiratet, aber es ist nicht immer alles so wie es scheint. Ich habe schon sehr früh vieles durchmachen müssen was tiefe Wunden in meiner Seele hinterlassen hat. Mit 15 stürzte das perfekte Bild ein, ich wurde magersüchtig, depressiv, brach die Schule ab und fing an mich selbst zu verletzen. Am Anfang zierten zarte Schnitte meine Arme, es wurde zur Normalität, immer öfter griff ich zur Klinge, immer tiefer wurden die Schnitte. Wenn ich heute auf meine Arme und Beine schaue dann steigen mir Tränen in die Augen. Die Narben werden ein Leben lang bleiben und mich immer an die schlimmste Zeit meines Lebens erinnern. Auf die erste Klinik folgte die zweite, bis ich mir schwor nie wieder freiwillig in eine Klinik zu gehen. Letztendlich wog ich bei einer Größe von 168 cm nur noch 41 kg, Bmi 14,5. Mein Vater beantragte die Zwangseinweisung, ich musste aufs Gericht und schließlich erneut einen dritten Klinikaufenthalt antreten. Die Zwangseinweisung hat mein Leben gerettet, soviel steht fest. 7 Monate war ich in dieser Klinik, nahm sehr schnell, sehr viel zu und bekam ein Anti Depressivum gegen die Depressionen, doch geheilt war ich noch lange nicht. Danach ging alles wieder von vorne los. Ich aß zu wenig, nahm erneut in kurzer Zeit 13 kg ab, hatte den falschen Freundeskreis und kam mit Drogen in Berührung. Durch das Kiffen nahm ich wieder zu, doch die Depressionen wurden immer schlimmer. Im Dezember 2012 hatte ich meine praktische Fahrprüfung, stand unter Drogen und fiel, wie nicht anders zu erwarten, durch. In der Silvesternacht wurde ich von meiner damals besten Freundin verprügelt und mein damaliger Freund verließ mich. Ich hielt das alles nicht aus und versuchte mir am 10.01.2013 das Leben zu nehmen. Als ich dann in einem Bett der Akutpsychiatrie lag wurde mir klar, bis hierher und nicht weiter. Ich hörte auf zu kiffen, zog eisern einen Entzug durch, nahm wieder regelmäßig mein Anti Depressivum, fing an normal zu essen und bestand 6 Tage später die zweite praktische Prüfung. Ob ich nun geheilt bin? Nein. Und das werde ich auch nie. Mein Leben ist ein einziges auf und ab, gezeichnet von Höhen, Tiefen und heftigen Rückfällen, aber im Grunde genommen ist allein die Tatsache, dass ich den Mut habe, weiter zu machen, genug Grund zu feiern.

Ehemaliger Blogname:
she-only-wants-to-be-thin


Facts:

Ich hab eine Schwäche für amerikanische Namen, ich lese nur Bücher über Problemverhalten, ich liebe die Serien Supernatural und Rizzoli and Isles, ich rauche nur Menthol Zigaretten, mein Zimmer ist gestaltet und gestrichen wie das einer 5 Jährigen, ich esse gern Kaviar und Carpaccio, ich war mal 2 Jahre lang Nasenspray süchtig und musste deshalb operiert werden, ich liebe den Geruch von Tankstellen und von sehr alten oder ganz neuen Büchern, in der 5. Klasse wollte ich ein Junge sein, ich finde Gewitter unglaublich beruhigend, ich liebe die Youtuber Y-Titty & Freshtorge, ich höre Musik fast nur über Spotify, ich hab mir das Lesen mit 5 Jahren selbst beigebracht.


Magersucht - Meine Geschichte (YouTube)
Magersucht - Meine Geschichte 2.0 (YouTube) 
Magersucht - Mein Weg zurück ins Leben (YouTube) 


- Tiefstgewicht -

Warum?
Ihr fragt nach dem Warum?
Raucht Schwarzpulver und geht zur Schule, um dort durch Reifen zu springen,
Männchen zu machen und euch auf Befehl auf dem Boden hin und her zu rollen.
Horcht auf das Geflüster, das sich nachts in eure Köpfe schlängelt und euch
hässlich, fett, dumm, Schlampe, Hure nennt und "eine Enttäuschung", das ist das Schlimmste.
Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr all das nicht mehr fühlen wollt.
Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr was zum Betäuben braucht und es funktioniert, eine Zeit lang, aber dann wird das Betäubungsmittel zur Droge und dann ist es auch schon zu spät, weil ihr euch das Gift inzwischen spritzt, direkt in eure Seelen.
Es lässt euch verfaulen und ihr könnt nicht damit aufhören.
Bei jedem Blick in den Spiegel seht ihr einen Geist.
Bei jedem Herzschlag hört ihr einen Schrei und ihr wisst, dass nichts,
aber auch wirklich gar nichts mit euch stimmt.
"Warum?" ist die falsche Frage.
Fragt lieber: "Warum nicht?"



6 Kommentare:

  1. Sei stark! Wenn man wenig isst, neigt man mehr zu Depressionen. Wenn du paar Monate durchhältst, kommen die Glückshormone wieder und du wirst dich besser fühlen und merken, dass es sich gelohnt hat! Gib nicht auf! Zeig allen wie stark du bist!

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  2. wieso zerstörst du deine Jugend ?

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    1. wieso stellst du so doofe Fragen?
      Sie ist sicherlich nicht mit purer Absicht so geworden *Kopfschüttel*

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    2. manche wissen es eben nicht besser, aber ich mach mir daraus nichts..

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  3. Ich wünsche dir das du dein Leben wieder genießen kannst :) gib nie den Mut auf und ich glaube an dich ♥

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