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Sonntag, 20. Mai 2012

So viele Menschen haben Schmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen doch kennen sie auch den Seelenschmerz? Weiß die Gesellschaft wie es ist morgens aufzustehen und sich zu fragen wofür? Aus dem bett zu steigen, sich aufrecht hinzusetzten und dann erstmal 5 Minuten lang gründe zu finden um zu leben? Nein die Gesellschaft weiß das definitiv nicht.

Der druck wird immer größer, der innere schmerz wird immer größer, kann kaum noch atmen, will mich schneiden, halte die klinge an den arm, lege sie wieder hin, setze sie an, lege sie hin – ja, nein, ja, nein; verdammt, ich will schreien, all den schmerz raus schreien, irgendwo dagegen boxen, ich will zurück in die Klinik, jetzt auf der stelle, doch das geht nicht, meine Eltern können mich nicht zurück fahren, sie haben getrunken, ich will zurück, ich will mein altes leben zurück, ich will leben, ich will sterben, ich will lachen, ich will sterben, ich will lieben, ich will sterben. Und dann schleicht sich die Depression ganz langsam wieder ein, saugt dir die Lebensfreude, den Lebensmut raus wie ein hungriger Vampir. Mir wird schwarz vor Augen, mir wird schlecht, ich lege mich auf den Boden, Füße hochkant aufgestellt, versuche meine verdammte Atmung zu normalisieren, nicht Hyperventilieren, nicht jetzt. Die Tränen brennen hinter meinen Augen doch alles was kommt ist – nichts. Der schmerz bleibt in meinem inneren gefangen. Mein kopf schmerzt, es pocht, doch der schmerz tut gut, er lenkt ab, lenkt ab von diesem gottverdammtem schmerz in meinem inneren. Es wird niemals aufhören, es wird niemals wieder gut.



"Pulling down her long sleeves, to cover all the memories that scars leave. Her heart is breaking from the pain that she feels. Every day’s the same, she fights to find her way, she hurts, she breaks, she hides, and tries to pray."


Mittwoch, 16. Mai 2012

Jetzt bin ich noch nicht mal mehr 24 h aus der Klinik draußen und ich würde am liebsten wieder hin fahren, rein in die Sicherheit, wo ich keine Angst vor Menschen haben brauche, wo ich sein kann wie ich wirklich bin, wo ich mich nicht verstecken muss. Ich merke das ich noch lange nicht bereit bin entlassen zu werden, ich freue mich auf den kommenden Urlaub aber ich habe auch Angst was auf mich zu kommt, Angst keine Sicherheit mehr zu haben, Angst das ich es nicht schaffe. Meine Gedanken drehen sich im Kreis, immer und immer wieder. Ich habe so eine scheiß Angst vor Menschen, das ist so paranoid - Ich habe Angst, das sie mir weh tun, Seelisch wie auch körperlich, das sie mich fertig machen. Wenn ich an einem öffentlichen Ort mit ganz vielen Menschen bin, flehe ich in Gedanken "bitte bitte sprecht mich nicht an, berührt mich nicht, schaut mich nicht an, denkt nicht über mich nach,  ignoriert mich einfach" doch das ist sinnlos, ich werde angesprochen, zufällig berührt und schief angeschaut, egal wie ich versuche mich so unauffällig wie es nur geht zu verhalten, irgendwas ist wohl immer interessant an mir um mich anzuschauen, mir blöde Sprüche hinterher zu schreien oder rein zufällig zu berühren. Diese Welt hat mich so krank gemacht und macht mich immer verrückter! Momentan sitze ich alleine im Burger King, höre Musik, blogge und lese nebenbei noch "wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Ich war 3 Stunden mit Jana im Unterricht und musste raus weil mir alles zu viel wurde irgendwie, ich kann es garnicht beschreiben. Ich bin froh wenn wir endlich auf dem Campingplatz ankommen und ich mein Sammy wieder sehe. Vielleicht werde ich später noch mal bloggen, mal sehen was meine Stimmung hergibt. 
See you later, Alligator. 

Sonntag, 13. Mai 2012

This House no longer, feels like home

Die Zeit wird die Wunden heilen, dachte ich. Doch manche Wunden sind so tief das sie niemals heilen. Es tut mir leid das ich so distanziert zu euch bin, so eiskalt. Es ist meine Mauer aus Selbstschutz die mich zu einem Eisberg macht. Muttertag - ein Tag voller liebe, nicht für mich, für mich ist Muttertag ein ganz normaler Tag wie jeder andere auch. Dieses zwanghafte Geschenke kaufen macht mich verrückt, was wenn ich kein Geschenk kaufen will, weil ich der festen Überzeugung bin das du kein Geschenk Verdienst? Mich hat keiner gefragt ob ich leben will, ich wurde einfach geboren, in eine Welt hinein die mich krank gemacht hat. Ich habe viele Fehler begangen, ich weiß das, doch der Unterschied liegt darin, dass ich mich versuche zu ändern. So oft frage ich mich ob du dich überhaupt ändern willst, ob du verstehst das es nicht nur an mir liegt das unsere Familie aus einem Scherbenhaufen besteht?! Deine Aggressionen machen mich verrückt, so lange habe ich die seelischen und auch körperlichen Schläge eingesteckt, den ganzen damit verbundenen Schmerz einfach runter geschluckt. Doch jetzt teile ich aus, jetzt schlage ich zurück, bewaffnet mit einem Pfeil - mitten in dein Herz und mit einer eiskalten und schmerzhaften Gefühllosigkeit. Mama ich kann versuchen es zu verdrängen, zu akzeptieren was Du und Papa mir angetan habt, ich würde euch gerne alles verzeihen können, ich würde es gerne vergessen können, doch ich schaff es nicht. "du machst die Familie kaputt, du gehörst nicht mehr hierher, wir wollen das du gehst" wie oft ist dieser Satz gefallen? Mama? Papa? Ich werde gehen, so wie ihr es schon lange wolltet, meine Entscheidung ist gefallen, ich werde mein eigentlich über alles geliebtes Elternhaus verlassen, selbst wenn mich die Angst, keine Sicherheit mehr zu haben und allein da zustehen kaputt macht, ich werde Sammy verlassen, auch wenn ich weiß, das es mich zerreißen wird, ich werde gehen. 

Ich weiß das meine Entscheidung dich verletzt, Mama. In deinen Augen bin ich immer noch dein kleines Mädchen, ich werde auch immer dein kleines Mädchen bleiben, doch in diesem Haus und vor allem bei euch bin ich gefangen wie in einem goldenen Käfig, lasst mich los, sodass ich frei sein kann, lasst mich gehen um alles was geschehen ist verzeihen und vielleicht auch irgendwann vergessen zu können.

Es ist viel kaputt, es ist viel passiert, dennoch seit und bleibt ihr meine Eltern - die mir schmerzhaft beigebracht haben, wie das leben spielt, die mir schmerzhaft die Augen geöffnet haben, die mir gezeigt haben wie ich niemals werden will. Ihr seit meine Eltern und ich werde euch trotz allem immer lieben.

Eure kleine Tochter.

Samstag, 5. Mai 2012

Und genau jetzt brauche ich jemanden der mich einfach nur in den Arm nimmt, keine Worte, nur eine wärmende Umarmung, um nicht komplett auseinander zu brechen, um nicht noch mehr kaputt zu gehen. Mein Inneres ist voll mit schmerz, mit einer stechenden Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, mit Bildern der Vergangenheit, mit Gefühlen die mich runter ziehen, mit Gedanken die tödlich enden können. "Es wird niemals enden, niemals aufhören weh zu tun", schreien die stimmen meines dunklen Ich's. Meine Augen Brennen während immer mehr Tränen meine Wangen herunter laufen, Tränen gefüllt mit Schmerz, Trauer, Angst - und mit den Tränen kommt die frage nach dem wann, wann hört das alles endlich auf? Wann hören meine Gefühle auf Achterbahn zu fahren? Wann hören meine Gedanken auf sich immer und immer wieder im Kreis zu drehen? Wann lässt mich die Sucht, all den schmerz einfach weg zu schneiden, endlich los? Ich will bedingungslos geliebt werden und ich will selbst wieder lieben können. Ich will wieder spüren wie sich Vertrauen anfühlt. Diese schwanzgesteuerten Dreckskerle nahmen mir jegliches Vertrauen, jegliche Kontrolle über meinen Körper. Sie fassten mich an, sie schubsten mich umher. Sie drängten mich an die Wand, hielten mich fest, doch ich war zu Feige um etwas zu sagen, zu schwach um mich zu wehren. Ich versuche mir einzureden das ich keine Schuld habe, doch es gelingt mir nicht. Ich werde es nie verstehen können, warum ich? Was habe ich an mir, was sie so fasziniert hat? Ich war niemals besonders, ich war immer Durchschnitt, es gab immer schönere, dünnere, klügere Mädchen als ich, wieso ich? 



Ich hab angefangen ein Lied zu schreiben.

Mit dem Sound von Avril Lavigne - Innocence

Part 1:
Sie schließt ihre Augen, nimmt ein tiefen Atemzug, doch sie kann nicht mehr dran Glauben, es wird niemals wieder gut. Allein mit ihr'n Problemen - sie kann es nicht verstehen. Ihr gebrochnes Herz - nur noch Trauer und Schmerz. - Wann hört es endlich auf? Sie schickt ein Gebet hinauf "lieber Gott, bitte hol mich hier raus".- doch er hört nicht drauf..!

Refrain:
Wenn du sie hörst, dann hol sie raus, denn sie kann nicht mehr. Sie lebt nicht, sie liebt nicht, nimm ihr diesen Schmerz. Sie Braucht Geborgenheit, sie wünscht sich liebe, wärme und ein großes Herz. 

Part 2:
Die Tränen laufen und die Wangen werden nass. Ihr wird schlecht von den Gedanken, das Gesicht, das wird ganz blass. Sie brachten sie um den verstand - ein ganzes Jahr lang. Wärmende Umarmung ist doch alles was sie will - sie wünscht es sich so sehr - heimlich und ganz still. Ihr Körper ist ihr größter Feind, sie wird nur befreit - wenn sie endlich weint. -
Diese tiefen Narben, zeichnen sie ein leben lang - weil sie immer wieder, - das Lied des Schmerzes sang. Bilder der Vergangenheit, lassen sie nicht los - sie kann nur noch hoffen - das er sie hier raus holt.

Refrain:
Wenn du sie hörst, dann hol sie raus, denn sie kann nicht mehr. Sie lebt nicht, sie liebt nicht, nimm ihr diesen Schmerz. Sie braucht Geborgenheit, sie wünscht sich liebe, wärme und ein großes Herz.