Ich bin wieder Zuhause, ob ich froh darüber bin? Ich weiß es nicht. Soviel steht fest, hätte die Polizei meine Tür nicht eingetreten wäre ich jetzt nicht mehr hier. Ob ich der Polizei dankbar sein soll? Weiß ich auch nicht. Ich habe immer noch den Drang das ganze zu beenden und doch tue ich es nicht. Meine Erinnerungen an diesen Tag sind durchlöchert, doch die Erinnerungen an die Tränen meiner Eltern, das Bellen meines Hundes, die Sirenen des Rettungswagen, die festen Griffe der Polizei und der Sanitäter sind da und sie lassen mich nicht mehr los. Gestern saß ich in meinem Zimmer, nahm meine Klinge, die sie mir ein Tag vorher mit aller Gewalt aus der Hand gezerrt haben, und führte sie an meine Pulsader. Legte sie wieder hin, fühlte meinen Puls, stellte mir vor wie es ist wenn man mich findet und der Puls nicht mehr zu spüren ist. Doch ich schnitt nicht zu, ich saß einfach nur da, mit der Klinge an der Pulsader und starrte vor mich hin, 10 minuten lang, dann legte ich die Klinge weg, ging nach oben und weinte. Meine Eltern gaben mir 2 mg Lorazepam, meine Muskeln entspannten, ich wurde müde, doch die Gedanken blieben. Ich weiß nicht wie es weitergeht, doch was ich weiß ist, wenn sich nicht bald etwas ändert, wird dieses Märchen nicht gut ausgehen.
Kaltes Herz,
zerbrochen und leer
ertrunken im
Schmerz, der Weg wird schwer.
Blasse Haut, leere
Augen
müde vom Leben, müde vom Glauben.
Tödliche Gedanken,
jeden Tag
bald werden sie
enden, im schwarzen Sarg.
Die Tränen erstickt,
die Hoffnung gestorben
im roten Meer der
tausend Sorgen.
Einst so fröhlich,
heut depressiv
Gefangen im Leben,
die Narben sind tief.
- selfmade
das macht mich so traurig was du da schreibst:(
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