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Dienstag, 27. September 2011

die vergangenheit lässt dich niemals los

und jetzt, genau jetzt, habe ich angst, panische angst, genau in diesem moment, alles kommt wieder hoch, der 15.10.2005, ich war 10, das restaurant, meine halbe familie, meine mama, mein papa meine großeltern und meine einte cousine, wir alle, ich sehe es noch genau vor mir, ich verstand nicht wieso jeder so traurig schaute, ich verstand nicht was sie mit den worten: " wer wird es ihnen sagen" "werden wir es ihnen schon am flughafen sagen?" meinten, ich zupfte an dem pullover meiner mama und fragte sie was denn passiert sei, sie schaute mich mit diesem traurigen leeren blick an und meinte "schatz, du weißt doch das dein onkel, deine tante und deine cousine auf mallorca sind, es ist was schreckliches geschehen, der opa deiner cousine ist heute gestorben, er..." den rest hörte ich nicht mehr, ich nickte, ging auf die toilette, zitterte am gesamten körper, weinte, ich war wie in trance, ich saß eine geschätzte ewigkeit auf dem boden der toilette, irgendwann kam meine mama herein "ist alles okay" "jamir war schlecht". An dem Tag endete alles, an dem Tag schlichen sich die regelmäßigen Panikattacken ein, 1 Jahr lang behielt ich alles für mich, ich verstand nicht wieso ich so fertig war, es war nicht mein opa, es war ihrer, wieso macht es mich so fertig, ich konnte an keinem friedhof mehr vorbeifahren/laufen ohne anzufangen zu zittern, die bilder schossen mir in den kopf, die worte meiner mama, die gesichter, einfach alles, ich bekam schlafstörungen, chronische kopfschmerzen, rutschte in der schule ab, fiel negativ auf, wechselte die schule, nach 1nem jahr, ging ich zu meinen eltern, sagte ihnen ich habe angst vorm sterben, sie meinten das sei normal, eben eine phase, das diese "phase" allerdings schon 1 jahr anhält, wussten sie nicht, sie wussten nicht dass das mit dem tod vom opa meiner cousine zusammenhängt, sie konnten es nicht wissen, doch die panikattacken gingen weiter, mit 15 vertraute ich mich freunden an, kam in eine klinik, sie versuchten mich zu therapieren, erfolglos, heute, mit fast 17 jahren beherrscht mich diese angst noch immer, panikattacken, herzrasen, übelkeit, zittern, hauptsächlich vor irgendwelchen großen ereignissen, operationen, klinik, achterbahnen egal ob gut oder schlecht, diese angst diese höllische angst lässt mich nicht los, vermutlich niemals! bitte, bitte lieber gott, hol mich hier raus, nimm mir die angst, ich kann das nicht mehr, ich kann es nicht, bitte!

3 Kommentare:

  1. Ich wünsche dir so viel Glück für dein Leben weiterhin. Das alles, was dir passiert ist, tut mir wirklich Leid für dich. Das da oben hat mich voll mitgenommen.
    <3

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  2. mir geht es genau so! halt durch :*

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  3. ich danke euch! und gebe die gewünschte kraft auch an euch weiter!;*

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