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Montag, 5. August 2013

Operation

Ich genieße meine letzten Meter zu Fuß, morgen werd ich operiert. Um 9:30 Uhr muss ich dort sein und ehrlich, meine Angst ist ziemlich groß. Eigentlich seltsam, das ist jetzt meine 6. Op und ich weiß ja mittlerweile wie das alles abläuft, aber ich hab auch mehr Angst vor der Narkose als vor dem eigentlichen Eingriff. Ich finde diesen Kontrollverlust schrecklich, der Gedanke das man seinen Körper jetzt in die Hände von lauter fremden Menschen geben muss. Und ich habe tierische Angst nackt sein zu müssen, das klingt bescheuert aber für mich ist das ganz schlimm. Ich hoffe das ich wenigstens meine Unterwäsche anbehalten darf. Zum Glück muss ich nur eine Nacht im Krankenhaus bleiben, das geht eigentlich. Danach werde ich aber erst mal auf Krücken durch die Welt spazieren, was bei den vorausgesagten Temperaturen von 24 Grad hoffentlich angenehmer sein wird als bei 38 Grad im Schatten. Drückt mir die Daumen, sobald ich wieder fit bin werde ich berichten.

Freitag, 26. Juli 2013


Ich bin wieder zurück aus Kroatien, eigentlich schon seit Sonntag, aber meine Motivation zu bloggen war gleich Null. Es war an sich wunderschön, ich war jetzt das 5. oder 6. Mal in Kroatien und ich verliebe mich immer wieder auf's Neue in dieses Land. Die Streitereien mit meinen Eltern blieben leider wieder nicht aus, gab ein paar Tränen aber ehrlich, ich bin einfach müde von dem ständigen Diskutieren, es ist mittlerweile einfach Standard. Mit meinem Körper steh ich momentan auf Kriegsfuß, jeden Tag mit der 'Bikinifigur' konfrontiert zu werden strengt an und macht einen ziemlich fertig. Das ich momentan unglaublich kämpfe weiß ich, Kalorien zähle und nur zwischen 500-700 kcl/d zu mir nehme weiß ich auch, doch ich bin der Meinung das ich noch alles unter Kontrolle hab und das für meine Verhältnisse vollkommen ausreicht. Meine Therapeutin sieht das allerdings ganz anders. Sie ist der Meinung, dass mich die Krankheit wieder voll und ganz in ihren Fängen hat, die Lebensfreude aus meinen Augen gewichen ist und ich mit 500-700 kcal dem Hungertod bald wieder näher bin als dem Leben. Sie meinte dann irgendwann ganz leise: "Du willst momentan gar nicht das man dir hilft oder?" Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte, ich seh es eben einfach nicht so dramatisch, aber wer weiß, vielleicht hat sie Recht und das alles ist wieder meine alt bekannte Krankheit die sich gerade in meinem Kopf einnistet. Man wird sehen wie das alles nun weitergeht..

Achja, als wir Freitags losgefahren sind, bin ich keine 100 km gefahren und wurde mit dem Wohnwagen geblitzt. Das ist in unserem Bekanntenkreis ein ziemliches Kunststück, da man ja sowieso nicht schnell fahren darf, aber yolo, ich bekomm alles hin. Mein erster Strafzettel und das erste Urlaubsfoto (Y)




Freitag, 5. Juli 2013

Kroatien <3

Wisst ihr, seit dem letzten Kroatien Urlaub vor zwei Jahren ist so viel passiert und ich hab ehrlich gedacht das es der letzte Urlaub in meinem leben sein wird weil ich fest davon überzeugt war zu sterben. Aber ich hab überlebt und ja hier bin ich, heute geht es los, 2,5 Wochen Kroatien. Sommer, Sonne, Strand und Meer. Ich werde mehr als die Hälfte der Strecke fahren, da ich ja vor vier Wochen den Anhänger Führerschein gemacht habe und jetzt erfolgreich unseren Wohnwagen ziehen darf. Ich verspüre ein Gefühl welches lange in mir verschüttet war, pure Freude. Macht's gut, bis in 2,5 Wochen.

Montag, 10. Juni 2013

Ich wurde getaggt, danke liebe Regentänzerin ;*

1.Was würdest du gern an dir selbst ändern?
Meine Sommersprossen müssten weg, die Haare länger, der Körper dünner.

2. Sache von dir die fast niemand weiß?
Geheimnisse werden mit ins Grab genommen, so auch meine.

3. Dein lieblingsbuch?
Gibt mehrere g, tote Mädchen lügen nicht, By the time you read this - I will be dead, Eine wie Alaska, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Alice im Hungerland.

4. Wovon hast du zuletzt geträumt?
In meinen Träume verarbeitet mein Unterbewusstsein Dinge die ich versucht habe zu verdrängen, zu hässlich zum aufschreiben.

5. Wo hattest du deinen ersten Kuss?
 Auf einem dreckigen Bolzplatz, sitzend auf einem Zaun, sehr romantisch.

6. Was ist deine schlechteste Angewohnheit?
Ich bin sehr stur, will immer mit dem Kopf durch die Wand und bin unglaublich diskussionsfreudig, bringt meine Mitmenschen oft an den Rand der Verzweiflung.

7. An welchen Menschen denkst du in letzter Zeit am meisten?
...

8. Was tust du wenn du dich unbeobachtet fühlst?
In der Nase bohren, okay nein spaß, idk.

9. Gibt es jemanden für den du alles tun würdest?
Für meinen Hund.

10.Was würdest du gern einmal machen wofür du aber keine Zeit findest?
Zeit hab ich, nur niemanden der das mit mir tun würde. Mich in mein Auto setzen, volltanken, jemanden abholen, mit nem Zelt, Schlafsack, Alkohol und Gras im Gepäck einfach drauf losfahren, die Freiheit und das Leben spüren.


11. Warst du schon einmal so richtig frei und glücklich?
Vor meinen Krankheiten manchmal, aber das ist lange her..

Meine Fragen:

1. Wie alt bist du?
2. Wovor hast du am meisten Angst?
3. Aus welchem Bundesland kommst du?
4. Lieblingszitat?
5. Eine Sache die du an dir magst?
6. Wie ist der Name deines Haustieres?
7. Wenn ich könnte würde ich...
8. Warst du schonmal in einer Psychiatrie?
9. Was bedeutet für dich Leben?
10. Handymarke?
11. Lieblingsgetränk?

Ich tagge



Donnerstag, 6. Juni 2013

Es ist 05:43 und ich liege nun seit drei Uhr wach. Seit Wochen und Monaten hab ich so gut wie jede Nacht Träume, von Dingen die vorbei und nicht realistisch sind, von Menschen die mir hätten schon längst egal sein müssen, weil ich eigentlich der Überzeugung war das ich drüber weg bin. Ich dachte mir geht es gut, das leben wartet, aber von gut bin ich momentan weit entfernt. Manchmal kann man sich Dinge einreden, sie eine zeit lang Glauben, die Gedanken daran wie schrecklich kaputt man in Wirklichkeit ist verdrängen aber irgendwann holt es dich ein und dann gibt es einen Schlag der dich tausend Meilen zurück wirft. Dieses Gefühl morgens aufzuwachen wenn man geträumt hat alles ist wieder gut, er ist zu dir zurück gekommen, du hast dich wieder mit alten Freunden die du schon längst in den Wind geschossen hast versöhnt, dieses Gefühl zerreißt einem das Herz weil man bemerkt das die Realität weit entfernt ist. Er wird nicht urplötzlich vor meiner Tür stehen und sich entschuldigen für all das was er mir angetan hat, sie wird nicht vor meiner Tür stehen und sich dafür entschuldigen das sie mich zu Boden geprügelt hat und alte Freunde werden auch nicht mehr anrufen denn der Zug, ist lange schon abgefahren. Ich überlege ernsthaft deswegen meine Anti-Depressiva abzusetzen, ich halt diese Träume beim besten Willen nicht mehr aus. Aber wenn ich sie jetzt wirklich vor Kroatien absetze dann kann ich den Urlaub vergessen, bestenfalls werd ich meine Sommerferien dann in einer Psychiatrie verbringen oder wenn's schlecht läuft unter der Erde. Zu all dem ist meine Therapeutin zu dem Entschluss gekommen eine Spiegeltherapie mit mir zu machen. Kann sich ja jetzt jeder denken wieso und weshalb. Letztendlich muss ich irgendwann wenn ich 'so weit bin' im Beisein von ihr im Bikini vor einem Spiegel stehen und beschreiben was ich sehe um mein verzerrtes Körperbild endlich der Realität anzugleichen und mein Selbsthass gegenüber meinem Körper zu reduzieren. Von Hoffnung dass es was bringt geschweige denn, dass es mir bald besser geht, kann man momentan beim besten Willen nicht reden.