Ich stehe vor dem Spiegel, blicke in traurige Augen die
keine Hoffnung mehr haben. Was hab ich nur mit mir gemacht, ich habe mich
selbst so zerstört. Ich will nicht zurück in die Krankheit doch ich vermisse so
vieles aus der Zeit. Ich vermisse es morgens aufzustehen und einen so leeren Magen
zu haben das ich glaube ich könnte fliegen. Ich vermisse es morgens aufzustehen
und Sterne vor meinen Augen tanzen zu sehen, es war ein Zeichen dafür, dass ich
"genug" wenig gegessen habe um abzunehmen. Ich vermisse es mit meinen
kalten Füße auf die noch kältere Waage zu steigen, ich vermisse das euphorische
Gefühl wenn ich mit einer hand meinen oberarm und mit beiden Händen meine Oberschenkel
umschließen konnte. Ich vermisse meine Wirbelsäule die schmerzte wenn ich mich
anlehnte, ich vermisse meine Wangenknochen und die großen Augen die aus meinem
dünnen Gesicht wie Glubschaugen heraus stachen. Ich vermisse meine spitzen
knien und meine Lücke zwischen den Oberschenkel, ich vermisse meine
Rippenknochen die selbst im Dekolleté
zu sehen waren. Ich vermisse meine Schlüsselbeinknochen die mich so
zerbrechlich wirken ließen, so unantastbar. Doch ich weiß, dass ich nicht
wieder dort hin zurück darf, es war kein Leben was ich führte, es war ein Kampf
zwischen der Krankheit und dem Leben. Ich muss mich entscheiden, endlich
entscheiden was ich will - Leben oder Sterben.
life, like it should be ♥
Life, like it should not be †
"Ich erinnere mich nicht an die Zeit in der ich mich das
erste mal Hässlich fühlte, an den Tag an dem ich beschloss nichts zu Essen. Was
ich weiß ist, wie ich mein Leben für immer veränderte, Ich weiß ich sollte es
besser wissen, da sind Tage an denen ich Okay bin und für einen Moment, für
einen Moment finde ich Hoffnung. Doch da sind Tage wenn ich nicht Okay bin und da
brauche ich deine Hilfe. Dann sagt mir jemand wie gut ich aussehe und für einen
Moment, für einen Moment bin ich glücklich. Doch wenn ich alleine bin, hört
mich niemand weinen."
(Superchic[k] - Courage)















