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Sonntag, 22. April 2012

Go vegeterian/go vegan!

Wie ihr schon gelesen habt war ich gestern in Mannheim beim piercer, dort war ein stand aufgebaut bei dem es um Vegetarismus ging. Als stolze Vegetarierin bin ich natürlich sofort hingestürmt. Es gab ein Lkw der die Ladeklappe offen hatte und sich ein großer tv in ihm befand auf dem die grauenvollsten Filme gezeigt wurden - Schweine die aufgeschlitzt werden, Küken die ermordet werden, Kälber die brutal geschlachtet werden. Mir schossen Tränen in die Augen, wie kann man Tieren so etwas antun? Haben sie kein recht auf ein leben? Sind nicht Tiere diejenigen die dich niemals im stich lassen? Die dir treu bleiben, in jeder Situation? Die dich lieben wie du bist? Ich kann es nicht verstehen. Ja ich habe selbst mal Tiere gegessen doch mir wurden die Augen geöffnet. Tiere sind unsere Freunde und Freunde isst man nicht!

Im übrigen sitze ich gerade im Zug und Fähre zurück in die Klinik und höre passend zu dem obigen Thema "Schau nicht weg" von gio. Hört es euch an, es ist wunderschön!


Http://www.youtube.com/watch?v=WYZFy4CPVHw&feature=youtube_gdata_player

Hier der songtext:

Sieh es dir an
Sieh, das ist unsre heile Welt
Das ist, was passiert auf unsrer Erde auch wenn's keinem gefällt
Auf sich allein gestellt, leben sie in dieser Welt
in der der mensch das sogenannte Vieh bestellt
Wir töten sie für Geld, weil hier nicht mehr Liebe zählt
Und als Dank für ihre Treue werden sie gequält
Schau nicht weg
Schau hin
Egal wie sehr es schmerzt
denn das hier ist unsre Erde
Das hier ist unser Werk
Wir machen's uns so schwer
Wir reden von unser'm Herz
Wir reden von Liebe und Frieden
doch machen's grundverkehrt
Wie kann es sein dass wir von Tage reden
die wir hassen?
Während Tiere diese unbeschwerten Tage niemals hatten
Es ist echt kaum zu fassen
Doch das ist nunmal der Fakt
Jedes Bild das du hier siehst ist die Folge unsrer Macht

Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das is unsere Erde, die Erde auf der du lebst
(Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das ist unsere Erde, die Erde auf der du lebst)

Schau nicht weg
Kannst du sehen, wie sie leiden
Seh' in ihre Augen, seh' die Zeichen
Schau nicht weg
Kannst du sehen, was wir treiben
Siehst du ihre Tränen, die sie weinen
Schau nicht weg (schau nicht weg)
Kannst du sehen, was ich meine
Siehst du ihre Zukunft, die sie teilen
Schau nicht weg (schau nicht weg)
Nutze deinen Verstand
Du kannst dich verändern, es liegt in deiner Hand

Wir haben Essen, haben trinken, haben die Welt am Laufen
Und haben sogar die Macht, ein Leben für Geld zu kaufen
Wie kann es sein, dass wir Menschen nur von Friede reden(Friede reden)?
Während wir den Tieren diese nehmen
Kannst du die Tiere sehen?
Schau, was wir mit ihnen machen
Siehst du den kleinen Hund?
Was siehst du in diesem Affen?
Wir sind nur fiese Waffen, die Monster auf dieser Erde
Wir nehmen uns, was wir wollen
Uns ist egal, wie sie sterben
Es scheint schon ganz normal,
Tiere zu essen, sie zu ermorden
Und sie dann in Papiere zu stecken
Wir massakrieren und verletzen
jede Tier, dass wir essen
Weil wir mit jeder Scheibe Wurst ein neues Leben vergessen
Wir sind im Denken die besten
Doch zu kalt um zu verstehen,
dass wir mit jedem toten Kalb
ein ganzes Leben an uns nehmen
Also

Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das is unsere Erde, die Erde auf der du lebst
(Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das ist unsere Erde, die Erde auf der du lebst)

Schau nicht weg
Kannst du sehen, wie sie leiden
Seh' in ihre Augen, seh' die Zeichen
Schau nicht weg
Kannst du sehen, was wir treiben
Siehst du ihre Tränen, die sie weinen
Schau nicht weg (schau nicht weg)
Kannst du sehen, was ich meine
Siehst du ihre Zukunft, die sie teilen
Schau nicht weg (schau nicht weg)
Nutze deinen Verstand
Du kannst dich verändern, es liegt in deiner Hand

Wie viele Tiere wünschen sich sehnlichst Heimzukehren?
Wie können wir uns erlauben, Tiere in nem Käfig einzusperren
Sie zu benutzen wie irgendwelche Gegenstände
Wärend sie an unsrer Seite dauernd um ihr Leben kämpfen
Wir nennen uns "die Menschen"
Doch wir sind alle Tiere
Jeder von uns lief vor langer Zeit noch auf allen vieren
Ich kann hier viel probieren
Doch hier helfen keine Wörter
Du isst gerne Fleisch
Und machst dich damit zu einem Mörder
Weil das die Scheiße fördert, die hier jeden Tag passiert
Du sitzt grad' zu Hause und wo anders wird ein Schaaf halbiert
Während wir brav kassiern
Immer wieder, jeden Tag
Wofür das kleine süße Tier sein ganzes Leben gab
Also denke dran, wenn du das nächste mal was isst
Dass vielleicht irgendwann mal du an dessen Stelle bist

Also Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das is unsere Erde, die Erde auf der du lebst
(Schau nicht weg, denn egal wohin du gehst
Das ist unsere Erde, die Erde auf der du lebst)

Samstag, 21. April 2012

nach langem warten und langem überreden meiner eltern habe ich nun endlich mein lang ersehntes septum! ich bin mit isabel zum piercer gefahren und war sehr sehr aufgeregt, die piecerin desinfizierte alles gründlich, setzte die zange an und stach die nadel durch, ein kurzer schmerz, ein paar tränen und das war's - dachte ich! sie setzte den ring rein, ich betrachtete mich im spiegel und war geschockt, das septum hing schiefer denn je! plötzlich meint sie wir müssen es nochmal stechen - schock! auf sowas war ich wirklich nicht vorbereitet, also gut, zähne zusammen beißen, einatmen, ausatmen und ein 2. versuch. Diesmal tat es schon wesentlich mehr weh, noch während die nadel drin war meinte sie erneut das es schief sei. Ich dachte ich bin im falschen Film, das kann doch echt nicht sein. Sie zog die nadel herraus und dann lief das blut in strömen aus meiner nase herraus, mein Kreislauf machte schlapp und ich musste mich hinlegen, nach 5 minuten ging es wieder und sie machte das gleiche ein 3. mal! Und diesmal liefen die Tränen Wasserfallartig, es tat so scheiße weh, ich dachte einfach immer wieder - das gibts nicht! Doch der 3. Versuch klappte und ich war darüber endfroh. Als ich mich jedoch im Spiegel betrachtet sah ich das es immer noch leicht schief war, doch ein 4. mal stechen würde ich definitiv NICHT überleben also ließ ich es so wie es ist. Sie erklärte mir das ich in 2 Wochen nochmal kommen soll, dann kann sie den ring etwas biegen damit es gerade ist. 

Samstag, 7. April 2012

die tage vergehen, egal wie schmerzhaft sie sind, man wacht am nächsten morgen doch wieder auf, die sonne schenkt dir kraft und man kämpft erneut.




blasse haut, dunkles haar, niemand weiß, was je geschah. früher so glücklich, heute depressiv, wiederholte tat, die narben sind tief

Mehr Sprüche auf http://geschaut.com
Blasse Haut, dunkles Haar - niemand weiß, was je geschah. Früher so glücklich, heut depressiv - wiederholte Tat, die Narben sind tief.
blasse haut, dunkles haar, niemand weiß, was je geschah. früher so glücklich, heute depressiv, wiederholte tat, die narben sind tief

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Sonntag, 4. März 2012

Ich lebe doch ich bin nicht lebendig - ja ich bin noch da, es tut mir so leid das ich fast seit einem Monat nichts mehr gebloggt habe, ich war nicht jedes wochenende Zuhause weil ich nicht durfte. Ich hab auch jetzt kaum zeit zum schreiben.
Ich stecke in einer Depression weswegen ich seit 3 Wochen anti depressiva bekomme, die (noch?) nichts bringen, ich hab suizidgedanken, vor 3 Wochen habe ich mich Zuhause schwer selbstverletzt, war daraufhin nachts in der Notaufnahme und wurde genäht. Mein Gewicht ist das höchste meines Lebens. Das sind jetzt mal so die neusten Neuigkeiten. Alles weitere folgt, wenn ich stabiler bin und in der Lage sinnvoll zu bloggen!

Hier noch ein Text der in den 8 Wochen, in denen ich schon in der Klinik bin, entstanden ist.

Kennst du das Gefühl wenn du nichts fühlst und im nächsten Moment vor lauter Gefühlen am liebsten vor dir selbst und deinen ganzen kranken Gedanken wegrennen könntest? Wenn es sich anfühlt als würdest du gleich zusammenbrechen weil du nicht mehr weiter weist, weil du einfach nicht mehr kannst? - wenn du es eigentlich schaffen willst, aber keine kraft mehr hast das alles durchzustehen? Egal wie sehr ich mich bemühe diese negativen Gefühle und Gedanken zu verdrängen, sie kommen immer wieder und fallen über mich her, nehmen Besitz von mir, von meinem Kopf und es gibt kaum etwas, was ich dagegen tun kann. Ständig sagt man mir ich solle positiv denken, doch was bedeutet schon positiv wenn das Leben nur noch schwarz ist und keine Farben mehr hat? Wenn der Kopf mal leer und mal voll mit dunklen Gedanken ist? Nichts - es bedeutet nichts. Das Wort positiv ist Ansichtssache und subjektiv. Es gibt Menschen die finden es positiv Fortschritte zu machen und es gibt Menschen die es als etwas negatives ansehen, Menschen wie ich. Man sagt mir ich mache Fortschritte doch wisst ihr, dass mit jedem "Fortschritt" meine Angst größer wird? Meine Angst wenn ich "gesund" bin, wenn ich "normal" bin nichts mehr Wert zu sein, ein Mädchen das eben einfach nur da ist und nicht mehr beachtet wird? Viele sagen ich sei besonders doch keiner kann mir genau sagen was so besonders an mir ist. "Du bist jemand besonderes" wie oft habe ich diesen Satz schon gehört aus den Münder verschiedensten Personen, doch wer von diesen dutzend Menschen konnte mir wirklich haargenau sagen was so besonders an mir ist? Richtig - keiner! In unserer Gesellschaft ist doch kaum einer mehr besonders, jeder tut nur noch das was alle tun, nämlich so gut es geht in die Norm zu passen - ja nicht auffallen, keine fehler machen, alles perfekt machen, perfekt sein. Doch wer bestimmt was normal und was abnormal ist, wer bestimmt was krank und was gesund, was falsch und was richtig ist? Ich will nicht in diese norm passen, ich will aber auch nicht abnormal sein, ich will nicht krank sein, aber auch nicht gesund, ich will besonders sein.  Am meisten wünsche ich mir, dass jemand kommt und mir zuhört, mich in den Arm nimmt, sodass ich für einen Moment nicht das Gefühl habe auseinander zu brechen - kaputt zu gehen. Derjenige muss nichts sagen, keine Sprüche wie "Reiß dich zusammen" oder "das wird schon wieder" - einfach nur zuhören und da sein. Noch immer haben meine Gefühle und Gedanken die Macht. Kranke Scheiße, verrücktes Mädchen. Klingen, Blut, Wunden, Narben, ich will den Schmerz fühlen, dem Drang zu widerstehen raubt mir meine letzte Kraft, verdreht meinen Verstand. Diese grauenvollen Gedanken machen mich kaputt, jeden Tag ein bisschen mehr. Sehr oft Wünsche ich mir einen Knopf der meine Gedanken zum Stillstand bringt. Ich habe Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Leben. Meine Hand brennt, mein Arm brennt, die Schmerzen lindern die Schmerzen in meinem Innern. Ich lebe, doch ich bin nicht lebendig, durch die Schmerzen kann ich mich wieder fühlen, kann meine verwirrenden Gedanken wieder besser wahrnehmen. Tagtäglich begegne ich Menschen, erwachsene Menschen und frage mich ob diese Menschen auch so dunkle Gedanken in ihren Köpfen haben? Ob ich auch erwachsen werde? In einem Dreiviertel Jahr werde ich 18., volljährig - erwachsen! Doch bestimmt eine Zahl wirklich wann ich erwachsen bin? Wann ich das Kind in mir loslasse? Was wenn ich für immer Kind bleiben will? Ich habe Angst erwachsen zu werden, nicht vor der Zahl, nein eher vor dem Gedanken Verantwortung für mein leben und mich übernehmen zu müssen, Angst immer älter und alter zu werden, Angst irgendwann einfach nicht mehr da zu sein - tot. Der Tod, eine beängstigende Sache, der Tod hat in meinem Leben eine sehr große Bedeutung, eine schmerzhafte Bedeutung. Bis zu meinem 10. Lebensjahr machte ich mir keine großen Gedanken darüber, bis der Opa meiner Cousinen starb. Ich wurde von einem zum anderen mal wachgerüttelt, ich merkte dass das leben nichts weiter als ein großes Fragezeichen ist, nichts hält für immer, du kannst in einem Moment leben und im nächsten auch schon tot sein. Es entwickelte sich eine Angst die krankhaft war, ich wusste das schon damals mit meinen 10 Jahren, doch baute mir auch schon damals meine Schutzmauern aus Lügen und Schauspielereien auf. Ich versteckte mich hinter ihnen, ich vergrub meine Angst tief in mir drin, 2 Jahre merkte niemand von meinen nächtlichen, schlafraubenden Panikattacken, wenn ich zitterte sagte ich, mir sei kalt, wenn ich weinte erfand ich eine Notlüge wieso. Es merkte niemand, mir ging es prächtig und gleichzeitig immer schlechter. Meinen Eltern vertraute ich mich nach 2 Jahren an, doch alles was sie sagten war: es sei eine Phase die vorübergeht, doch sie ging nicht vorüber, diese "Phase" blieb bestehen, bis heute. Ich habe gelernt damit zurecht zu kommen, alleine, nach 7 Jahren schafft man es irgendwann, nicht ganz aber Stück für Stück. Noch immer habe ich Tausende von Gedanken in meinem Kopf, fühle Tausende von Gefühlen. Kratzen ist eine gute Alternative zur Klinge, es sind neue Schmerzen, keine pochenden, eher so wie brennendes Feuer auf meiner Haut, es schmerzen sogar meine Knochen. Ich bereue was ich getan habe, ich hasse mich dafür so abgrundtief, ich enttäusche sie alle, das starke Mädchen vom Anfang existiert nicht mehr, von der eigenen Schutzmauer erschlagen. Ich weis das es nicht normal ist so etwas zu tun, doch niemals habe ich gelernt mit meinen Gefühlen richtig umzugehen, auch heute kann ich es nicht, ich habe eine Blockade in mir die verhindert das ich meine Gefühle durch weinen zeige. Das Gefühl weinen zu müssen, doch alles was kommt sind trockene Tränen, macht mich fertig. Es fühlt sich an als würde mir jemand Luft in meinen Brustkorb Pumpen, immer und immer wieder, mit jedem seelischen Schmerz kommt mehr Luft hinein, der Druck steigt und steigt und steigt, das Gefühl, jeden Moment an dem inneren Schmerz zu ersticken wird immer größer - dieses Gefühl Ist kaum auszuhalten, es wird mit jedem Tag der ohne weinen endet unerträglicher. Als ich klein war weinte ich sehr viel und immer wieder hieß es - Hör auf zu weinen. Selbst heute, wenn all der aufgestaute Schmerz endlich raus kommt, wenn ich weinend zusammenbreche, selbst dann heißt es "Hör auf zu weinen und Reiß dich zusammen". Und dann wundern sich die Leute wenn man die aufgestauten Tränen, diese aufgestaute Last anderweitig raus lässt, wenn man sich selbstverletzt um dann endlich weinen zu können. Meine Eltern erzogen mich auf eine Art und weise die, wie ich heute weiß, nicht normal war, ja sogar verboten. Meine Eltern erfuhren in ihrer Kindheit viel Gewalt, sie lernten nicht das es auch eine Erziehung ohne Gewalt geben kann, also übertrugen sie es auf mich. Jeder körperliche Schlag war ein Schlag in meine Seele. Ich war ein Kind und konnte nicht verstehen wieso Mama und Papa mir absichtlich Schmerzen zufügten, ich akzeptierte es einfach und sah es als "normal" an, auf diese Art und Weise bestraft zu werden, ich wusste nicht das es verboten war und das es meine Seele so sehr zerstören wird. Erst als ich anfing mich zu wehren hörten sie damit auf, doch was sie mir, all die Jahre damit antaten, wissen sie bis heute nicht. Nur sehr schwer kann ich darüber reden, zu groß ist die Angst das es falsch verstanden wird, das es nicht ernst genommen wird, das man sagt ich dramatisiere die Dinge, doch wer entscheidet das ich dramatisiere? Für den einen mag das vielleicht normal sein Schmerzen zugefügt zu bekommen wenn man etwas falsch gemacht hat, für mich war es aber einfach nur schrecklich. Es tut mir leid das ich es schlimm fand, es tut mir leid das es weh tat, es tut mir leid für das was ich bin, es tut mir leid das ich lebe. Ich halte das alles nicht mehr aus, es macht mich kaputt, meine Krankheiten zerstören mich! Sie sollen endlich verschwinden und nie wieder auftauchen! Ich will lachen, ich will leben, doch diese Niedergeschlagenheit macht mich so fertig. Jeden morgen Sage ich mir: "heute bist du mal glücklich, heute lachst du mal" doch so sehr ich es auch versuche, die negativen Gefühle überwiegen, sie haben die Macht. Ich lächle, doch dieses Lächeln, das voll mit Lügen ist, schmerzt so sehr. Es tut so weh zu lachen an Stellen an denen ich am liebsten weinen würde. Ich weiß, dass ich diesen Weg gehen muss um gesund zu werden, um endlich leben zu können, doch wie geht man einen Weg, wenn man sich selbst schon längst aufgegeben hat? Wenn man nicht mehr daran glaubt das der Weg zum Ziel führt? Wenn man angst hat diesen weg zu gehen, weil man angst hat nichts mehr wert zu sein? Wenn man vor lauter Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit mit den Gedanken spielt dieses leben einfach zu beenden? Tagtäglich quälen mich diese Gedanken, ich Wache morgens mit ihnen auf, ich gehe abends mit ihnen schlafen. Sie machen mir Angst, ich will doch lachen, lieben, leben - aber auf der anderen Seite eigentlich am liebsten tot sein, einschlafen und nie wieder aufwachen. Einfach weg von dieser verfluchten Dreckswelt, keine seelischen Schmerzen mehr, keine Narben an Händen und Arme die jeder anstarrt, keinen Hass auf den eigenen Körper, keinen Hass auf die Eltern aufgrund der Vergangenheit, keine Depressionen, keine Angst vor der Schule, keine Angst mehr vor dem leben - einfach weg. Manchmal hasse ich mich selbst für diese Feigheit, es wär ganz einfach ein tiefer Schnitt, ein paar schmerzen und ich könnte endlich für immer schlafen, doch wer weiß, vielleicht rettet mir diese Feigheit ja auch mein leben.

Sonntag, 5. Februar 2012

meine Hände sind blutverschmiert, mein arm voller Schnitte, ich habe versagt, erneut, wie immer, für immer! es tut mir Leid Anna, das ich dich enttäuscht habe, es tut mir Leid das ich es nicht geschafft habe. All die Skills haben nichts genutzt, ich wusste nicht weiter, ich kann das alles nicht mehr! was wenn ich niemals wieder gesund werde? was wenn diese ganzen Zusammenbrüche immer wieder kommen, was wenn ich dabei jedesmal auf's neue hyperventiliere? sag mir bitte, wie soll ich das überstehen? Ich hab das Gefühl das diese scheiße niemals aufhören wird. Anna ich hoffe bei dir hat es besser geklappt, ich wünsche es dir so sehr, du bist schon so weit gekommen, bleib jetzt nicht stehen, geh den weg weiter dann schaffst du alles was du dir vornimmst! Ich glaub an dich und bin so unglaublich stolz auf dich! Ich bin so unendlich froh das es dich gibt, erst in der Klinik, als wir auf engstem Raum miteinander zu tun hatten, habe ich gemerkt was für ein wundervolles Mädchen du bist! Deine Umarmungen bewirken Wunder, genauso wie das Einschlafen in deinen Armen. Ich danke dir dafür das du hinter mir stehst und mir, in dieser scheiß schweren zeit, so unglaublich viel Kraft gibst! ich liebe dich, vergiss es nicht! ♥